Kultursensible Therapie & Beratung

Bei der psychotherapeutischen Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Kulturen ist es mir wichtig, auf vielseitige interkulturelle Aspekte zu achten, die für den Psychotherapieprozess von Bedeutung sein können. Die bewusste Beschäftigung mit dem Thema Migration und ihre Auswirkungen in Hinblick auf die seelische Gesundheit ist ein zentrales Momentum meiner Herangehensweise.

Kultursensible Psychotherapie und Beratung

Es gehört zu den besonderen Aufgaben der gegenwärtigen modernen Interkulturellen Psychotherapie, die kreativen Potentiale und Beiträge hervorzuheben, die ein Leben mit und in unterschiedlichen Kulturen sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft mit sich bringt.

Die Wahrnehmung und das Verständnis kulturell bedingt unterschiedlicher Sichtweisen von Gesundheit und Krankheit haben einen großen Einfluss auf Denk-, Verhaltens- und Heilungsprozesse. Beispielweise sind Fragen bezüglich der Ursachenzuschreibung von Erkrankungen und die kulturell bedingte Rollenerwartung gegenüber dem Psychotherapeuten der Psychotherapeutin  und dem Patienten ein sehr wichtiger Teil der Kommunikation und der Interaktion im Gesundheitssystem.

„Frieden fängt dort an, wo Verschiedenartigkeit als ein Elment von Wertschätzung und Wachstum verstanden wird“ (Kofi Annan)

Migration ist so alt wie die Menschheit selbst, und ohne Migration (Bewegung) wäre die Menschheit undenkbar. 20 Millionen Menschen in Deutschland haben einen sog. „Migrationshintergrund“ bzw. haben einen interkulturellen Hintergrund und benötigen als Klienten oder Patienten eine bedarfsorientierte Behandlung bzw. die Bedürfnisse der Klienten entsprechend.

Interkulturelles Lernen bedeutet in der Praxis u.a., Sensibilisierung zu erlangen für das, was anders erscheint und ist. Es ist ein neues sich orten in Raum und Zeit. Es bringt das Erlangen von Kompetenzen mit sich, die einem erlauben, seinen Horizont weiter zu entwickeln, seinen kreativen Anteil wahrzunehmen, andere kulturelle Sichtweisen zu tolerieren und ins eigene Weltbild zu integrieren. Es fördert die gerechte Integration, die Teilhabe, die Partizipation im Sinne einer „Cultural Fairness“.

Am Arbeitsplatz erbringen viele Menschen in beschleunigten, globalisierten Arbeitsabläufen hohe interkulturelle Leistungen, ohne Zeit zu haben, über diese reflektieren zu können. Die Umwelt ist immerzu im Wandel. Der Druck wird größer, das Lerntempo schneller. Der Wechsel zwischen Kulturen ist Alltag. In unserer mobilen und globalisierten Welt bewegt man sich von Land zu Land, von Region zu Region, von Organisation zu Organisation, von Beruf zu Beruf. Dabei sind oft Entscheidungen zu treffen, die enorme Konsequenzen für viele Menschen mit sich bringen. Deswegen ist ein interkultureller Ansatz, der verschiedene kulturelle Rahmenbedingungen und Aspekte bzw. Perspektiven im Umgang mit Menschen berücksichtigt, sehr wichtig. Am Arbeitsplatz sind interkulturellen Kompetenzen Schlüsselfertigkeiten, die eine effektive, respektvolle und gerechte Kommunikation zwischen Menschen verschiedener kultureller Herkunft fördern.

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